HDR Fotos — fast wie lebendig!
HDR steht als Abkürzung für High – Dynamic Range. Der Bestandteil „High Dynamic“ deutet bereits an, dass HDR Fotos einen hohen Dynamikumfang besitzen. Als Dynamikumfang bezeichnet man generell einen Quotienten aus Maximal- und Minimalwert. Beziehen wir das auf die Fotografie, so geht es um den Kontrast und das Kontrastverhältnis bei Fotos, also den Unterschied vom hellsten zum dunkelsten Punkt des Bildes.
Nimmt man also ein Kontrastverhältnis von 1000:1, so ist der hellste Punkt tausendmal heller als der dunkelste; so lassen sich bereits viele Schattierungen auf einem Foto zeigen. Beträgt das Kontrastverhältnis beispielsweise nur 100:1, so sind die Unterschiede zwischen Hell und Dunkel oft nicht ausreichend, damit ein Foto lebendig wirkt. Schwarze Flächen erscheinen häufig Grau; die Fotoqualität leidet. Je kontrastreicher ein Bild ist, also je mehr Dynamikumfang es besitzt, desto besser lassen sich Details im Foto erkennen, desto besser werden auch Farbnuancen dargestellt. Fassen wir das bisher Geschriebene zusammen, so kann man sagen: HDR Fotos sind besonders kontrastreiche Fotos. Sie werden deshalb auch als Hochkontrastfotos bezeichnet.
High Dynamic Ragne Fotos entstehen beispielsweise durch eine besondere Aufnahmetechnik; ein Motiv wird nicht einmal, sondern gleich mehrfach, etwa dreimal, im selben Blickwinkel aufgenommen, und zwar mit verschiedenen Belichtungszeiten. So entsteht etwa ein Foto mit schwacher Belichtung, bei dem besonders helle Bereiche betont werden, dann ein Foto mit normalerweise üblicher Belichtungszeit und eins mit langer Belichtungszeit, das dunklere Flächen betont. Mithilfe von Software können diese drei Fotos übereinander gelegt werden, sodass die Vorteile der drei unterschiedlichen Belichtungszeiten kombiniert auf einem Foto, dem HDR Foto, sichtbar werden. Der Kontrast zwischen Hell und Dunkel auf dem Foto wird groß, was dem Bild zugute kommt.